Frequently Asked Questions

Was ist ein Barumsatz?

Zahlung erfolgt bar (Gasthaus, Spielwaren…)

Bankomatkarte, Kreditkarte, Gutscheine, Geschenkmünzen etc.

Ausgenommen: Zielgeschäfte, bei denen unmittelbar nach Lieferung oder sonstiger Leistung die Zahlung nicht erfolgt bzw. unmittelbar danach der Zahlungsvorgang nicht eingeleitet wird, sondern der Unternehmer dem Kunden eine Zahlungsfrist gewährt, fallen NICHT unter die Barumsätze zB. Zahlung mit Erlagschein, E-Banking, Einziehungsaufträge.

Was ist eine Registrierkasse? Was kann eine sein?

Eine Registrierkasse dient als elektronisches Aufzeichnungssystem von Bargeldumsätzen und zur Erstellung von Belegen. Bereits eine Software kann der Registrierkassenpflicht entsprechen, d.h. ein Windows PC/-Notebook/-Tablet/-Touch PC kann eine gesetzeskonforme Registrierkasse sein.

Welche Voraussetzungen muss die Registrierkasse zwischen 1.1.2016 und 1.1.2017 erfüllen?

Ab 1.1.2016 muss der Unternehmer eine Registrierkasse führen, die den Vorgaben der Kassenrichtlinie entsprechen. Die Bareinnahmen müssen mit dieser erfasst und Belege ausgestellt werden, die den Anforderungen des § 132a BAO entsprechen.
Ab 1.1.2017 muss die Registrierkasse mit einer technischen Sicherheitseinrichtung gegen Manipulation (zB. INSIKA, EFSTA) versehen sein.

Wer benötigt eigentlich eine Registrierkasse?

Wer benötigt eine Registierkasse?

Was bedeutet „Kalte Hände Regelung“?

Entstehen Umsätze von Haus zu Haus, auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder anderen öffentlichen Orten, nicht in Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten (zB. Christbaumhändler, Obst- und Gemüseverkäufer im Freien, Marktfahrer, MaronibraterInnen oder BetreiberInnen von Schirmbars etc.), spricht man von der „Kalte Hände Regelung“.

Was fällt unter „mobile Hausbesuche“?

Bei mobilen Hausbesuchen (Friseure, Masseure, Tierärzte etc.) gilt, dass vor Ort keine Registrierkasse benötigt wird, allerdings nach Rückkehr ins Unternehmen der Umsatz in der dortigen Kasse eingegeben werden muss.
In diesem Fall muss ein Beleg händisch (im Sinn des §132a Abs. 3 BAO) ausgestellt und eine Durchschrift erstellt werden. Der Originalbeleg wird an den Kunden ausgehändigt. Die Belegdurchschrift muss auf den ausgedruckten Kassenbeleg angeheftet werden.

Zeitraum der Überschreitung der Umsatzgrenzen

Zeiträume der Umsatzgrenzen

Ausnahmen

Betriebe mit einem Jahresumsatz von € 30.000,-, der von Haus zu Haus oder auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder anderen öffentlichen Orten entsteht, jedoch nicht in Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten ausgeführt wird („Kalte Hände Regelung“). zB. Marktfahrer, Christbaumverkäufer

Für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe von abgabenrechtlich begünstigten Körperschaften,    im Sinn des § 45 BAO Abs. 1 und 2. zB. kleine Vereinsfeste

Für bestimmte Warenausgabe- und Dienstleistungsautomaten, die unter Einzelhöchstumsatzgrenze von € 20,- fallen. zB. Cola Automat, Tischfußball, Jukebox, Flipper

Für Betriebe, bei denen keine Gegenleistung durch Bezahlung mit Bargeld erfolgt, die unbeschadet einer Belegerteilungspfl icht nach § 132a BAO entsprechen. zB. Onlineshops